Auszug aus der Vereinschronik

Aus der Chronik
(Auszug)
zusammengestellt im September 1994 von
HORST MANIG, EHRENSCHÜTZENMEISTER
weitergeführt von Markus Rappe 2009

Wer die Geschichte des Schützenwesens studiert hat und sich in der Zeitgeschichte auskennt, kommt zwingend zu dem Schluss, hier in Cadolzburg alle Voraussetzungen für das Ent- und Bestehen einer Schützenvereinigung zu finden.

Obwohl durch Brände, Zerstörung, Kriegsläufe und falsche Behandlung viele, ja beinahe alle Dokumente und Nachweise verloren gingen, haben wir im nahen und weiten Umkreis wichtige Beweißstücke wieder aufgestöbert. Wie schnell etwas unwiederbringlich verloren geht, sagt ein Bericht aus dem 30-jahrigem Kriege: „sind die Tyllischen Soldaten allhier eingefallen. Bei diesem Einfall haben vor allem die Kroaten im Schloss übel gehaust, alles aufgeschlagen und ruiniert, die Akten aus der Registratur teils in den Graben und Zwinger geworfen, teils den Pferden untergestreut und solche aus den Schubladen gefüttert.“

Es bestand auch in Cadolzburg eine „Bruderschaft zur heiligen Heid“ mit einer eignen Kapelle und Landbesitz. G. Freytag schreibt in Bilder der deutschen Vergangenheit: „etwa seit 1300 entstehen die Genossenschaften der Schützen mit einer Ordnung, Schießhaus und jährlichen Schießfesten. Sie errichten als Bruderschaft einen Altar, gar eine Kapelle und erwerben Land. “ Unsere Bruderschaft war dem heiligen Egidius – Schutzpatron der Jäger – geweiht. Als Abzeichnung trug man ein „gulden Kreuz mit einer silbern Hindin“. Im Hals der Hirschkuh steckte ein Pfeil.

1450 schenkte der Markgraf Achilles den Cadolzburgern als Dank für die beim Überfall der Nürnberger bei Pillenreuth geleistete Hilfe eine Fahne. Sie wurde im Rathaus und später neben dem Altar in der Burg aufgehangen.

Zur damaligen Zeit war es üblich, nur waffentragenden Einheiten eine Fahne als Ehrung zu schenken. Im Schießhaus hängt eine alte Scheibe, die den Markgraf beim Eintritt durch unser Marktor zeigt. Auf der Scheibe steht geschrieben: „Die Zurückkunft der Cadolzburger mit dem von ihnen befreiten Markgraf Albrecht Achilles aus einer Gefangenschaft in Herzogenaurach“.

Unsere älteste Urkunde, ein Ladebrief vom 14. August 1452, ist nachstehend abgebildet.

Chronik - 1452-Ladebrief-

 

Der Text dieses Ladebriefes ist zum Verständnis nachstehend lesbar wiedergegeben:

 

Unseren freundlichen Gruß voraus lieber Freund. Wir geben Euch zur Kenntnis, dass wir ein 40-Gulden-Preißschießen in Cadolzburg am nächsten Sonntag nach dem Sankt Bartholomäustag (Anm.: 27. August) geplant haben. Dabei wird dann auch unserer gnädiger Herr Markgraf Albrecht Achilles etc. sein, der 10 Gulden zum Preisgeld dazu geben wird. Wir bitten Euch freundlichst, Ihr wollt uns Eure Schützen leihen und am o.a. Tag nach Cadolzburg schicken, die zur Kurzweil und Gesellschaft teilnehmen. Wir hoffen, dass wir keine Absage erhalten, weil wir nicht enttäuscht sein wollen. Es wird auch keiner aus der Reichsstadt teilnehmen, weder Schweizer, Schweizerknechte oder Waffenmacher, die täglich mit der Waffe üben. Die Schussentfernung wir 120 Schritt (Anm.: 40m) betragen. Jeder, der wegen des Schießens nach hier kommt, wird freies Geleit erhalten.

Datum: in vigilia assumptionis marie
anno domine 1452 August 14.
Fritz Klein und Ulrich Snitzer

Diesen Ladebrief und drei weitere haben wir wiedergefunden, weil die Kitzinger ihren Panzerschrank zum Ende des Krieges in einer Nische eingemauert hatten.

Der Stadtschreiber Andreas Schleonrieht nennt weitere Schießen 1462 und 1535, wobei ein Bauer aus Schwant bei Schwabach und Simon Berchtholden je einen Ochsen gewonnen haben.

Im Urbar 1464 wird berichtet, dass „Clausen, Puchsenmeister, im Haus bei den Linthen ob der Schlossbrücke wohnt“.

Puchsenmeister waren nach dem Verständnis der damaligen Zeit bezahlte Leiter zur Übung und zum Waffengebrauch der Bürgerschaft.

Sehr interessant und ganz aktuell ist die Ladung zu einem Schießen, das vom Markgraf ausgeht. Es werden ganz besonders die Hausfrauen zum Mitschießen auf ca. 30m eingeladen.

Friedrich, von Gottes Gnaden Markgraf zu Brandenburg, …..

unseren freundlichen Gruß zuvor Ehrsamen, Weisen, Lieben, Besonderen !

Wir haben uns unter anderem während der jetzigen Hirschbrunst vorgenommen, zu Cadolzburg am nächsten Sonntage (Anm.: 10. September 1508) ein gesellig Schießen zur Ergötzung abzuhalten, bei dem niemand über ein Ort (Anm.: ein viertel Gulden) einlegen darf. Wir hoffen, einige von Euch werden auch dazu geneigt sein. Darum begehren wir von Euch mit gütlicher Bitte, Ihr wollet etliche auch Eurem Rat mitsamt deren Hausfrauen, dazu etwa zwanzig guter Armbrustschützen zu uns und der hochgeborenen Fürstin, unserer freundlichen lieben Gemahlin, zu teilen, Ihre Liebden Hausfrauen auch willens sind, mit unserer lieben Gemahlin zu schießen, nachdem das Ziel nicht über neunzig Schritt (Anm.: ca. 30 Meter) weit ist, so sehen wir das auch sonderlich gerne. Wir hoffen, Ihr werdet uns solches nicht abschlagen, wir wollen es euch in Gnaden anerkennen. Gegeben zu Cadolzburg, am Dienstag nach Egidi 1508. (Anm.: 5. September 1508).

Ein Brief vom 18. Oktober 1628 lädt den Oberamtmann Graf zur Solms zu – Freyschießen- ein , mit der Unterschrift:

„Euer Graf untertäniger, gehorsamer Schützenmeister und Gesellschaft des Marktes Cadolzburg sampt und sonders.“

Am 3. Juni 1708 ruft der Vogt Chr. Greiner schriftlich zum Kirchweihschießen mit „gezogenen und klatten Büchse“, wobei jeder Schütze bei „rührender“ Trommel sich sofort am Schießhaus vor dem oberen Tor einzufinden hat.

In einer alten Festschrift wir der Stadtbote Hans Schwarz genannt, der 1565 Ladebriefe nach Cadolzburg, Langenzenn, Emsdetten und Neustadt/Aisch zu bringen hatte.

Das erste Schießhaus befand sich im Burggraben, dann wurde es vor das Tor verlegt – wahrscheinlich zweimal, denn dann wird das Haus an der Fürther Straße, unterhalb des Friedhofes genannt – . Dies wurde zweimal umgebaut

SG am alten Schießhaus (1885)

Schützengesellschaft am alten Schießhaus (heutiger Friedhof ) um 1885

 

Durch den Ausbau der Leichenhalle ergaben sich einige Probleme die Einschränkungen und Sicherheitsauflagen gegen unsere Gesellschaft zur Folge hatten.

Mit einem „Bubenstreich“ wurde der Baustellenabort der gegen den Willen der Schützengesellschaft auf  Ihrem Grund am Schießanger aufgestellt wurde, in einer nächtlichen Aktion auf den Hof des ortsansässigen Bauunternehmers zurück transportiert [Link zum kompletten Bericht].

Ein weiterer Zeitungsbericht bezieht sich auf ein Preisschießen zur Zeit der Friedhofserweiterung bei der eine Kugel hart über die Köpfe der dort beschäftigten Arbeiter flog. Vor Schrecken bleich verließen die Arbeiter eiligst Ihre Arbeitsstätte [Link zum kompletten Bericht].

1910 rückte die Gesellschaft, angeführt vom Schützenmeister hoch zu Ross, zum Spatenstich unseres heutigen Schützenheimes an. Am 21. Juli 1911 war der Vorsitzende des Deutschen Schützenbundes, Philipp Nienburg, pünktlich um 11 Uhr zur Einweihung mit dabei.

Chronik- Marktplatz (1910)
feierlicher Abmarsch der Schützen vom Marktplatz
zum 1. Spatenstich des neuen Schießhauses 12.12.1910

 

1911 wurde zum ersten Mal, wie uns bisher bekannt ist, der König ausgeschossen und eine Königskette angeschafft, die jährlich um einen Silbertaler ergänzt wird und die heute manchen König/Königin einige Tragschwierigkeiten macht.

Foto-5---1911

Gruppenfoto am neuen Schießhaus um 1911

 

Aus der Zeit von 1725 – 1852 wissen wir nicht viel dokumentarisch Belegbares. Und es gibt vorläufig nichts, was uns diesen „black out“ überhaupt erklären könnte. Wir haben nur die Kopie eines Briefes, in dem die kgl. Regierung des Rezatkreises am 23. Juli 1833 an den „Allergnädigsten König und Herrn“ meldet, dass u. a. auch Cadolzburg nach der alt bayerischen Schützenordnung von 1796 schießt und handelt.

Dazwischen liegen die Jahre der preußischen Zeit von 1791 – 1806 mit einer Landwehreinheit und dann nach der Überführung in das Königreich Bayern mit einer Ausschusskompanie. Die Fahnenspitze dieser Formationsfahne ist erst vor kurzem in einem Nachlass-Räumgut wieder aufgetaucht.

Die Zeit lief weiter. Sie muss kommod gewesen sein. Denn am 14. August 1852 trafen sich 16 ehrbare Cadolzburger Bürger, um in alter Tradition die „Wahl der Vorstände für die neugebildete , wieder erneuerte Schützengesellschaft“ vorzunehmen.

Erster Schützenmeister wurde F. J. Dochnahl. Und schon wieder ist es interessant: Dochnahl stammte aus Heidelberg, wo er in den Befreiungskämpfen Hauptmann der rheinpfälzischen Freischaren war. Verraten konnte er (für seine Ergreifung war ein Kopfgeld von 2000 Gulden ausgesetzt) flüchten und kam über Österreich unter dem falschen Namen Augspurger nach hier. Bei der Amnestie 1848 lüftete sich das Geheimnis. Ein Teil der Protokolle ab 1852 sind gerettet worden und werden demnächst zur Chronikvervollständigung ausgewertet.

1862 wurde eine neue Fahne geweiht. Eine alte Schützenscheibe berichtet davon.

Chronik - Scheibe3-1864

 

Sehr viele alte Schützenscheiben im Schießhaus können interessante Geschichten erzählen.

1884 waren unsere Schützenmeister und zwei Deputierte als Gründungsmitglieder bei der Gründung des mittelfränkischen Schützenbundes dabei.

1967 haben wir im Rahmen eines Gauschießens eine neue gestickte Fahne geweiht, da nach 100 Jahren die alte Fahne völlig zerschlissen war.

Chronik - Fahne

 

1981 wurde Monika Krauß beim Königschießen die erste Schützenkönigin der Gesellschaft mit einem 116,6 Teiler.

In den Jahren 1989 bis 1991 wurde der Verein von 3 aufeinanderfolgenden Schützenköniginnen (Brigitte Maley, Elke Grünbaum und Anette Bergold) regiert.

Im Zeitraum zwischen 1982 und 1984 haben wir unsere überalterte Schießanlage mit sehr viel Selbstbeteiligung und 350.000 DM generalsaniert. Nun standen vier 50m KK- Freistände, eine Luftgewehrhalle mit 20 Ständen und fünf 25 m Pistolen-Freistände zur Verfügung.

1997 haben wir uns erstmals damit beschäftigt, unseren 25m Kurzwaffenstand und 50m Kleinkaliberstände zu überdachen, denn die Lärm- Emissions- Richtlinien ließen mit unseren Freiständen nur einen sehr eingeschränkten Schießbetrieb zu.

2001 wurde ein Bauausschuß gebildet und die Zustimmung der Mitglieder an der JHV eingeholt und im Mai 2001 wurde uns von der Bezirksverwaltung in Ansbach die vorzeitige Baugenehmigung erteilt. Es dauerte bis Anfang 2002 bis mit der Rodung der Freifläche und dem Abriß der bestehenden Freistände angefangen wurde.

In der Zwischenzeit wurde der ursprüngliche Plan geändert. Aus den geplanten 3 Bauabschnitten wurde ein Gesamtkonzept. Grund war, die komplette Bezuschussung war nur so möglich.

Zusätzliche Mehrzweckräume entstanden, die Variante der bleistaubfreien Kunststoff-Kugelfänge wurde entwickelt, ein zentraler Kontrolltower zur Steuerung und Überwachung aller 3 Schießhallen entstand.

So wurde 2002 die Planänderung und Finanzierungsänderung eingereicht.

Aus den ursprünglich geplanten 490.000 Euro sind jetzt 715.000 Euro Gesamtkosten geworden.

Im Juni 2002 war dann endlich Beginn der Rohbauarbeiten und Abbruch der alten Stände.

Im Juli 2002 veranstalteten wir vier Wochen lang anläßlich unseres 550 jährigem Jubiläums ein großes Preisschießen das mit dem Gauschießen des Schützengaues Fürth verbunden war. Insgesamt nur enttäuschende 547 Schützen und Bürger nahmen daran teil.

Im März 2005 wurde der Kurzwaffenstand 25m  fertig.

Eine große Solidarität zeigten alle Mitglieder 2006. Der Kassenstand war gleich null und neue Schulden aufnehmen haben wir kategorisch ausgeschlossen. Die Mitglieder beschlossen bei der Jahreshauptversammlung von jedem Mitglied (Familie nur einmal) 100.- Euro bzw. 50.- bei Jugendlichen als Baudarlehen abzubuchen. Von 250 Mitgliedern haben nur ganz wenige nicht mitgemacht.

Durch großzügige Geld- und Sachspenden, der Vermietung der Dachfläche für eine Photovoltaikanlage konnten wir dann auch sinnvoll weitermachen , so zum Beispiel am 100m- Stand von den 5 geplanten Schießbahnen, 3 mit elektronischen Meyton- Meßrahmen ausstatten. Allein die 3 elektronischen Stände umfaßten eine Investition von 20.000 Euro.

Beim traditionellen Oktoberfest- Landesschießen 2005/2006 bei dem auch der Landesschützenkönig des bayrischen Sportschützenbundes ermittelt wird, errang der erst 19 jährige Markus Gutberlet mit einem 32 Teiler die Würde des Landesschützenkönigs mit der Luftpistole. Am Fuße der Bavaria wurde Ihm vom Landesschützenmeister Josef Ambacher und dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude die Königskette umgehängt.006 Muenchen

 

Den neuen Trend im Schießsport, das Bogenschießen hat man auch bei der Kpl. SG Cadolzburg erkannt. Auf Initiative des 1. Schützenmeisters wurde beschlossen eine Bogensportabteilung zu gründen. Der frühere Sportleiter Markus Rappe erklärte sich bereit, die neue Abteilung aufzubauen.

Am 20. August 2006 wars dann soweit. Das Bogentraining der kurz zuvor gegründeten neuen Abteilung startete. Geschossen wird mit Genehmigung der Gemeinde und des TSV Cadolzburg auf dem Jahnsportplatz. Bei schlechtem Wetter und während der Wintermonate stehen den Bogenschützen die Räumlichkeiten im 25m Stand zur Verfügung.

Im Februar 2007 wurde die Genehmigung für den Schießbetrieb des 100m- Standes erteilt. Die Generalprobe war dann einen Monat später die Gaumeisterschaft in den Unterhebel – Disziplinen.

Im Jahr der Cadolzburger 850-Jahrfeier wurde im Juni 2007 die neue Schießanlage unter dem Motto „555 Jahre Schützen in Cadolzburg“ offiziell eingeweiht. Die eingeladenen Gäste ,aus Politik, dem Schützenwesen und der Bevölkerung zollten große Hochachtung gegenüber den Verantwortlichen über ihren Mut ein solches Projekt realisiert zu haben. Es wurde eine hochmoderne Anlage ihrer Bestimmung übergeben, die den Schießsport mehr Möglichkeiten und Attraktivität bietet.

Mit einem Tag der offenen Tür konnte die Cadolzburger Bevölkerung die neue Anlage besichtigen und die gebotenen Schießdisziplinen ausprobieren.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde eine Silbermünze aufgelegt.

Im August 2008 wurde zusammen mit den Schützen der deutschen Eiche Roßtal  eine Versöhnungsfeier veranstaltet, die einen nicht ganz ernst zu nehmenden historischen Hintergrund hatte.

Diese Versöhnungsfeier beruhte auf eine Geschichte aus dem Jahre 1668, als man Roßtaler Schützen, die zur Bewachung der Burg abkommandiert waren, wieder nach Hause schickte. Bei der 300-Jahrfeier der Roßtaler Schützen im Sommer 2008, hat der Cadolzburger Schützenbruder und MdL Günter Gabsteiger diese Geschichte in seinem Grußwort aus der Roßtaler Chronik zitiert und die alte Feindschaft wieder aufgewärmt.

Um diesen Frevel beizulegen, wurde bei der 300-Jahrfeier der Roßtaler Schützen beschlossen mit einem Friedensmahl die Sache endgültig zu bereinigen. [Link zum kompletten Bericht]

Beim Königsschießen 2008 wurden die Bogenschützen erstmals mit einbezogen. Durch diverse Umrechnungsfaktoren wurde bei Luftgewehr-, Luftpistole- und Bogenscheiben eine gemeinsame Wertung durchgeführt. So gibt es in unserer Gesellschaft, im Gegensatz zu den meisten anderen Schützenvereinen auch nur einen gemeinsamen Schützen- und Jugendschützenkönig. Prompt zeigten die Schützen der Bogenabteilung die größte Treffsicherheit auf der Königsscheibe und stellten mit Karin Rappe die Schützenkönigin und Matthias Kühne den Jugendschützenkönig.

Chronik - Bogenkönigin

 

Im Juni 2011 führte die Schützengesellschaft im Rahmen der 100 Jahrfeier unseres Schießhauses ein Bürgerschießen durch. Dabei konnte jeder Interessierte alle unsere Schießstände und angebotenen Disziplinen testen. Das Angebot wurde von ca. 50 Bürgern angenommen.

Unsere Gesellschaftsräume sind für unsere Mitglieder ein beliebter Treffpunkt.

Die Gesellschaft hat ca. 350 Mitglieder, wobei unsere Jugendgruppe gut besucht ist und die Garantie bietet, dass (hoffentlich) noch lange Jahre unsere Chronik mit Stolz und in Ehren traditionsverbunden weitergeführt wird.

Nachruf:

Unserem verstorbenen Ehrenschützenmeister Horst Manig verdanken wir all diese Nachforschungen, und eine für uns äußerst wertvolle und umfangreiche Chronik.

Aufgrund dieser Nachforschungen berufen wir uns auf die erstmalige urkundliche Erwähnung von 1452 und führen dies auch in unserem Vereinsnamen.

Wir gehören jetzt zu den 100 ältesten Vereinen in Deutschland.

EhrenscheibeManing
Unser Ehrenschützenmeister Horst Manig auf einer ölgemalten Scheibe

Eine Auszeichnung ganz besonderer Art erfuhr unser ehemaliger Jugendleiter Hans Haas am 18.Dezember 1995. Aus der Hand der Landrätin Frau Dr. Gabriele Pauli, erhielt er die Ihm vom Bundespräsidenten Roman Herzog verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine über 30 jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit innerhalb der Schützengesellschaft und im Gau Fürth, wo er 20 Jahre Gaujugendleiter war ist an diesem Tage mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt worden.

Haas

 

Ebenso lange Zeit hat unser jetziger Ehrenschützenmeister Robert Gernbacher als Schützenmeister amtiert. Von 1962 an hat er 28 Jahre die Geschicke der Gesellschaft geleitet.

In seiner Amtszeit wurde unsere Anlage saniert , und die heutige Luftgewehrhalle geschaffen.Im Jahre 1990 übergab er seinen Posten an seinen Nachfolger und heutigen Schützenmeister Gerhard Hollweck.

Gernbacher

Verleihung der — Sportpakette des Bundespräsidenten — als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen besonderen Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports.

Unterzeichnet Bonn, den 30.April 1986 von Richard von Weizsäcker

Chronik - Sportplakette

 

Überreichung durch den bayerischen Minister für Unterricht und Kultus Prof. Hans Maier.Von links Gaujugendleiter Hans Haas, 2. SM Horst Manig, Minister Hans Maier und 1. SM Robert Gernbacher.

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